0

Buchtipps

"Der Dieb“ ist ein außergewöhnlich faszinierender Roman in knapper Sprache, der mich gleich überzeugt hat. Präzise und fast genußvoll beschreibt der japanische Autor die Raubzüge des Taschendiebes Nishimura, der in Tokio ein ruhiges Leben führt und sich seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen an vermögenden Männern verdient.

5 alte Männer, Freunde seit ihrer Jugend, mit ihren unterschiedlichen Schrullen beschrieben – eine Villa am See, eine junge, hübsche, kirgisische Pflegekraft mit ganz eigenen Vorstellungen und ein Computerprogramm namens „Todesengel“. Christoph Poschenrieder schreibt über eine Möglichkeit, mit Alter und Tod umzugehen: unsentimental, realistisch, mit schwarzem Humor und berührend.

Matt Haig, Evie und die Macht der Tiere. In „Evie und die Macht der Tiere“ hat Evie eine Gabe. Sie kann in Gedanken mit Tieren sprechen. Eigentlich muss sie  die Gabe geheim halten, doch als sie das Schulkaninchen Khalo aus dem engen Käfig befreit und mit einer Löwin eine riskante Begegnung hat, läuft alles aus dem Ruder. Als immer mehr Haustiere verschwinden und dann auch noch Evies Vater und ihre Oma, begiebt sich Evie in den Lofting Wood und gerät dabei in Lebensgefahr. Ein spannendes Buch voller Tiere, das mir  gut gefallen hat.

Marilynne Robinson, Gilead. In „Gilead",einer kleinen Stadt in Amerikas Mittlerem Westen, schreibt John Ames, ein Pastor, der alt und krank ist, einen Brief über sein Leben an seinen 7jährigen Sohn. Er wird diesen Sohn nicht mehr aufwachsen sehen. So ist dieser Brief ein Vermächtnis an seinen erwachsenen Sohn. Mit kraftvoller Sprache und zutiefst menschlich beschreibt Robinson das Leben dieses besonderen Menschen.

Abigail Assor, So reich wie der König. Sarah ist sechzehn und wünscht sich nichts sehnlicher als das Armenviertel Casablancas hinter sich zu lassen und im Villenviertel der Stadt leben zu können. Die einzige Möglichkeit, das zu erreichen, sieht Sarah darin, sich einen reichen Ehemann zu suchen. Ihre Wahl fällt auf Driss, den Sohn einer der reichsten Familien der Stadt. Ruhig, unscheinbar und eher mäßig attraktiv. Doch das interessiert Sarah alles nicht. Für sie zählt nur, welches Leben ihr die Verbindung mit Driss ermöglicht, koste es, was es wolle.

Sarah Crossan, Verheizte Herzen. Ana ist Anwältin und hat eine Affäre mit ihrem Klienten Connor. Eines Morgens erhält sie einen Anruf von seiner Ehefrau und erfährt über sie, dass Connor tödlich verunglückt ist. Professionell bringt sie das Telefonat hinter sich, sie soll das Testament vollstrecken. Danach fällt sie in eine tiefe Trauer, die sie geheim halten muss.

Johannes Laubmeier, Das Marterl. Einer der vielen „Autor-kehrt-aus-der-Ferne-in-die-Kleinstadt-seiner-Jugend-zurück“-Romane, aber meiner Meinung nach ein besonders gelungener.

Lillian Fishman, Große Gefallen. Eve ist jung, queer und lebt in Brooklyn. An ihrer Beziehung zu Romi gibt es nichts auszusetzen und dennoch sehnt Eve sich nach mehr. Als sie schließlich anfängt, sich mit einem heterosexuellen Paar zu treffen, entsteht daraus eine Dreiecksbeziehung, die Eve immer wieder an ihre Grenzen führt und diese überschreiten lässt, bis sie sich schließlich fragen muss, wie weit sie bereit ist zu gehen, um ihr Begehren zu stillen.

Karen M.McManus, You will be the death of me. In dem Roman „You will be the death of me“ von Karen M.McManus geht es um drei Jugendliche, Ivy, Mateo und Cal, die auf der gleichen Schule sind und früher einmal befreundet waren .Als sie sich vor der Schule zufällig begegnen, entscheiden sie, gemeinsam zu schwänzen und fahren nach Boston. Dort treffen sie auf Boney, einen ihrer Mitschüler und der neue Jahrgangssprecher, der heute eigentlich eine Rede in der Schule halten müsste. Sie beschließen, ihm zu folgen.

Aharon Appelfeld, Sommernächte. Mitten im 2. Weltkrieg wandern der elfjährige Janek und ein blinder alter Mann als Landstreicher durch die Ukraine. Janek kommt aus einer jüdischen Familie. Seine Eltern müssen ins Lager und vertrauen ihren Sohn „Großvater Sergei“ an.