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Buchtipps

"Der Dieb“ ist ein außergewöhnlich faszinierender Roman in knapper Sprache, der mich gleich überzeugt hat. Präzise und fast genußvoll beschreibt der japanische Autor die Raubzüge des Taschendiebes Nishimura, der in Tokio ein ruhiges Leben führt und sich seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen an vermögenden Männern verdient.

5 alte Männer, Freunde seit ihrer Jugend, mit ihren unterschiedlichen Schrullen beschrieben – eine Villa am See, eine junge, hübsche, kirgisische Pflegekraft mit ganz eigenen Vorstellungen und ein Computerprogramm namens „Todesengel“. Christoph Poschenrieder schreibt über eine Möglichkeit, mit Alter und Tod umzugehen: unsentimental, realistisch, mit schwarzem Humor und berührend.

Volker Widmann, Die Molche. Der zweite Weltkrieg ist noch nicht lange vorbei, 

Corinna Wieja, Fairy Tale Camp, Das märchenhafte Internat. In diesem Buch geht es um die zwölfjährige Marie, deren Leben sich total unmagisch anfühlt, bis etwas ziemlich seltsames im Klassenzimmer geschieht. Deshalb schlägt Maries Lehrerin ihr vor ein magisches Internat zu besuchen. Zuerst will Marie den ganzen Quatsch nicht glauben, doch es passieren immer mehr zauberhafte Dinge, die Marie schließlich dazu bringen im Fairy Tale Camp zu bleiben. Schon bald findet sich Marie dort gut ein und lernt andere Kinder kennen.

Grabovac, Das achte Kind. Alem Grabovac, der in dem Roman seine eigene Geschichte erzählt, wächst in komplizierten Familienverhältnissen auf. Seine Mutter, die so bald es möglich ist, der Armut eines kroatischen Bergdorfes in das vermeintliche Paradies Deutschland entflieht, lernt dort seinen leiblichen Vater, einen nach Deutschland  ausgewanderten bosnischen Kleinkriminellen kennen,  der sich jedoch ziemlich schnell nach der Geburt von Alem aus dem Staub macht.

Cathy Bonidan, Das Glück auf der letzten Seite. Nachdem Anne-Lise in ihrem Hotelzimmer das Manuskript eines unbekannten Autors findet, kann sie nicht lange widerstehen und muss es lesen. Sie ist von dem Gelesenen so tief beeindruckt, dass sie es an die Adresse der beiliegenden Visitenkarte schickt. Das Manuskript landet auch tatsächlich bei seinem Autor, der es vor langer Zeit verloren hatte. Allerdings stellt sich heraus, dass nur der erste Teil aus seiner Feder stammt.

Chris Vick, Allein auf dem Meer. In dem Buch „Allein auf dem Meer“ von Chris Vick ist die Hauptperson Bill auf einem Segeltörn. Auf einmal zieht ein Orkan auf und die Andorra, so heißt das Schiff, fährt weiter, ist aber irgendwann mittendrin im Orkan. Das Schiff läuft voll mit Wasser und die Crew versucht es zu evakuieren. Bill will noch kurz ein paar Vorräte holen und gerade, als er als letzter noch auf das Rettungsfloss will, reißt die Leine und Bill bleibt auf dem Schiff zurück.

Tomi Obaro, Freundin bleibst du immer. Auch wenn sich ihre Wege bereits vor langer Zeit getrennt haben und sie mittlerweile auf verschiedenen Kontinenten völlig unterschiedliche Leben führen, sind sie doch immer Freundinnen geblieben. Und so kommen Funmi, Enitan und Zainab nach dreißig Jahren wieder zusammen, um die Hochzeit von Funmis Tochter gebührend in Lagos zu feiern. 

Ralf Rothmann, Die Nacht unterm Schnee. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitet Lisbeth, eine junge Frau,  in einer Casinokneipe in Kiel als Aushilfe. Sie ist flink und lustig, die Kunden mögen sie. Immer wieder nimmt sie den ein oder anderen mit auf ihr Zimmer. Ihr Verlobter Walter, ein schöner, gradlieniger Mensch, arbeitet als Melker auf einem entfernten Gut. Elisabeth hat im Krieg ein schweres Trauma erlitten, und versucht, die daraus entstandene Leere auf Tanzböden und Rummelplätzen zu betäuben.

Jessica Durlacher, Die Stimme. Eine jüdische Familie in Amsterdam nimmt die geflüchtete Somalierin Amal als Kindermädchen bei sich auf. Sie entdecken ihre besonders schöne Stimme und melden sie in einer Talentshow an. Als Amal ihren Auftritt zu einem Befreiungsschlag nützt und vor laufender Kamera ihre Burka ablegt, ändert sich das Familienleben radikal, da alle zum Ziel islamistischer Morddrohungen werden.